Die Neugier war schon vor fünf Jahren groß, als wir die ersten E-Bikes bekamen und zu ersten Testfahrten aufbrechen konnten. Schnell waren wir überzeugt, wir sind jetzt in der Zukunft angekommen. Blicken wir heute nun zurück, ist es erstaunlich, wie stark sich der Pedelec°Markt weiter entwickelt hat.

(°Pedelec = E-Bike, bei dem man treten muss und vom Motor unterstützt wird, bis 25 Km/h)

Motoren, die vor 5 Jahren die besten waren, sind heute teilweise sogar schon wieder vom Markt verschwunden oder durch bessere verdrängt worden!

Mussten wir in den Anfangs Jahren noch Motoren – Bausätze verbauen, um sportliche E-Bikes zu bekommen, so werden diese heute in Serie hergestellt. Alleine unser Lieferant Hai Bike hat 2014 über 30 verschiedene Modelle, vom E Mountainbike bis hin zum E Rennrad, ist alles mit dabei, was das Herz begehrt. Das Image vom Oma Fahrrad hat das moderne E – Bike längst abgelegt.

Viele die sich ein Pedelec gekauft haben fahren bis zu 60 % öfter Fahrrad als davor, dies haben offizielle Studien belegt und spiegelt sich auch in unserem Kundenkreis so wieder. Die Motivation aufs Rad zu steigen ist viel größer, denn kein Hügel, keine Steigung schreckt den Radler mehr ab. Auch für viele Sportler ist das E–Bike das ideale Trainingsgerät, da man das Kardiotraining durch den gezielten Einsatz des Motors viel besser optimieren kann. Dies nutzen sogar schon einige Leistungssportler, um sich fit zu machen.

Auch viele Kniepatienten, haben das E Bike als Trainingspartner entdeckt, es entlastet die schmerzenden Gelenke. Nach einer OP ist es schöner in der Natur zu regenerieren, statt im Studio bei stickiger Luft.

Bei uns im Allgäu, ist vor allem ein großer, leistungsfähiger Akku und der richtige Motor das A & O beim E Bike Kauf. Hierbei ist es wichtig, sich richtig beraten zu lassen und auch verschiedene Fahrzeuge auszuprobieren! Die Reichweite, die von manchem Hersteller auf bis zu 190 km angegeben wird, ist bei uns nicht zu erreichen. Es hängt von vielen Faktoren ab, wie weit man mit seinem Bike kommt, so ist das Fahrergewicht genauso, wie die Strecke die man fährt, wie viel Steigungen sind dabei, wie stark lasse ich mich unterstützen und auch wie leistungsfähig bin ich selbst, für die Reichweite ausschlaggebend. Sogar der falsche Luftdruck im Reifen kann eine Rolle spielen.

Zusammen mit der Batterieanzeige am Display und ein paar Radtouren um Erfahrung zu sammeln, hat jeder bald herausgefunden, wie er sein Rad dann richtig nutzt, um möglichst weit zu kommen oder möglichst viel Spaß zu haben.

Übrigens, in einer Stunde Ladezeit, während einer Einkehr, lässt sich die Reichweite des Akku, um bis zu 30 Prozent erweitern. Dies ist auch für die Gastwirte an den Fahrradrouten wichtig, wer damit wirbt, bei der Einkehr ist das Akkuladen kostenlos dabei, zieht natürlich auch die E-Biker an. Und in einer Stunde Ladezeit kostet dies dem Wirt etwa 3 – 6 Cent Strom

Ab und zu höre ich noch das Argument gegen ein E Bike :

„Ihr verbraucht ja Strom aus dem AKW, was soll denn daran umweltfreundlich sein?“

Diese Zweifler, sind meist die gleichen, die dann ins Fitness Studio mit dem Auto fahren. Unser Auto bleibt immer öfter stehen und der Strom kommt direkt vom eigenen Hausdach, das ist unser Beitrag zum Umweltschutz.

2013 waren wir wieder mit den verschiedensten E-Bikes auf Tour. Oft noch im Schlepp, die Kinder. Mit welcher Leichtigkeit es sich samt Kinderanhänger bergauf radelt, erstaunt uns auch heute immer wieder aufs Neue und lässt uns ins Schwärmen geraten. Aber auch wenn ich alleine auf Tour gehe, sitze ich im E Bike Sattel. Immer mal wieder die Fragen, „braucht man das in Eurem Alter“ (Ende dreißig) denn schon? Unsere Überzeugung ist, man muss es haben, denn so macht Radeln noch viel mehr Spaß, und nur für Rentner ist das E–Bike längst nicht mehr.

Auch im letzten Jahr haben wir wieder extrem viele Höhenmeter gemacht, um die Akkus und Motoren auf Herz und Nieren zu testen. Herauskristallisiert haben sich inzwischen zwei Motorproduzenten, die in Moment die besten Komponenten liefern, einer davon sogar der große Deutsche Hersteller Bosch, der auch im Allgäu viele Arbeitsplätze sichert.

Es sind inzwischen auch viele °S Pedelecs auf dem Markt mit Mofa Kennzeichen hinten dran.

(° S Pedelec =E-Bike bei dem man treten muss und der Motor bis 45 Km/h unterstützt)

Wer es testen will, wir haben eines in Gebrauch. Für normale Touren ist es weniger geeignet, denn auf Radwegen darf man nicht fahren, ebenso nicht in unsere Allgäuer Täler. Interessant ist ein S Pedelec als Autoersatz für Pendler, die zur Arbeit radeln möchten.

Viel haben wir gelernt im Umgang mit den verschiedenen Pedelec´s, was uns die Hersteller, trotz zahlreicher Lehrgänge und Weiterbildungen, so gar nicht vermitteln konnten. Durch unseren Verleih hatten wir natürlich auch die Möglichkeit die verschiedensten Modelle ausgiebig selbst auszuprobieren, aber auch im Gespräch vieles über die Eindrücke und AHA Erlebnisse der Leihrad- und Test Kunden erfahren.

Lassen Sie sich beim Kauf nicht von Testberichten beeinflussen, weder von guten noch von schlechten, fragen Sie uns, die meisten davon stimmen nicht mit unserer realen Erfahrung der letzten fünf Jahre überein.

(Den besten Test bekommen vermutlich die, die dem Institut am meisten bezahlen.)

Heute werden auch schon Alpenüberquerungen mit dem E-Bike gemacht. Über den Schrofen Pass und das Stärzel Joch hat mich mein E Bike schon begleitet. Die Fotos zeige ich gerne.

Ich wünsche allen E-Bikern und Neulingen einen schönen Sommer 2014